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Long-Covid-Ambulanz an Psychiatrie: AKH Wien lehnt Pläne ab

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Long-Covid-Ambulanz an Psychiatrie: AKH Wien lehnt Pläne ab

Die Direktion des AKH Wien hat die Errichtung einer Long-Covid-Ambulanz an der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie abgelehnt. Die Begründung der Klinikleitung ist deutlich: Die Behandlung und Ersteinschätzung dieser Patientengruppe gehört primär in den Bereich der somatischen (körperlichen) Medizin.

Gefahr von Fehlbehandlungen

Zuvor hatten Experten massive Kritik an dem Vorhaben geäußert. Kritisiert wurde vor allem die geplante Anwendung von Behandlungsschemata aus der Depressionstherapie. Für Betroffene, die unter Post-Exertional Malaise (PEM) leiden, kann eine falsche psychotherapeutische Aktivierung zu einer dauerhaften Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen.

Abgrenzung zu psychischen Erkrankungen

Fachleute betonen, dass Long Covid und ME/CFS keine Antriebsstörungen sind. Während bei Depressionen Aktivierung hilft, führt körperliche oder kognitive Belastung bei postviralen Multisystemerkrankungen oft zu einem „Crash“. Eine Einordnung als rein psychiatrisches Krankheitsbild wird zudem als fatal für sozialrechtliche Begutachtungen (z. B. Erwerbsunfähigkeit) angesehen.

Weitere Details zu den Kritikpunkten der Fachwelt finden Sie in diesem Bericht von DER STANDARD.